FÜHRUNG & VORTRAG: Walterhäuser Puppen erobern die Welt – eine Zeitreise durch 200 Jahre Puppenindustrie

Wann

Do. 06.03.2025    
18:00

Neben der Lebensmittel-, Gummi- und Fahrzeugindustrie feierte im 19. Jahrhundert die Spielzeugherstellung in der Kleinstadt am Rande des Thüringer Waldes einen Siegeszug in der Welt und führte zum Begriff „Puppenstadt Waltershausen“. Zahlreiche Unternehmen und Zulieferer in den umliegenden Dörfern sorgten für Arbeit und Wohlstand.

Im Jahre 1929 ist mit der Eröffnung des Heimatmuseums auf Schloss Tenneberg der Grundstein zur Pflege und Präsentation der Waltershäuser Puppen gelegt worden. In der DDR war neben Sonneberg auch Waltershausen führend beim Export, was zahlreiche Messemedaillen belegen.

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 verloren etwa 1.800 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz in diesem Industriezweig. Doch die Tradition konnte von 21 erfahrenen Mitarbeitern in der Puppenmanufaktur einige Jahre fortgesetzt werden. Diese „Sterne der Puppenwelt“ wurden in limitierter Auflage hergestellt. Das große Interesse und die hohe Anerkennung fand auch bei Puppen- und Spielzeugfesten seinen Ausdruck.
Zu diesem Thema referiert der Leiter des Traditionskabinetts „200 Jahre Gummiindustrie“ Robert Göller am 6. März in der ehemaligen Puppenfabrik und heutigen Kulturkneipe „Spatz“. Der Waltershäuser Geschichtsverein lädt alle Interessierten recht herzlich ein.

Um 18 Uhr gibt es bereits eine Führung durch die alte Puppenfabrik.

Der Eintritt ist wie immer frei – der Verein würde sich jedoch über Spenden freuen.